Donnerstag, 29. Januar 2015

Black Rose and Snow White

Black Rose... wie lange habe ich mich nun schon auf diesen Stoff gefreut. Das ist wieder so ein Schätzchen, zu dem mir zig Designbeispiele einfallen. Ich kann ihn mir als Kleid, als Shirt, als Rock und als Leggings vorstellen. Aber auch als Hoodie, vielleicht das Kapuzeninnenfutter damit abgesetzt, außen grau, schwarz oder brombeerrot.

So ein Rosenmotiv traut man mir vielleicht zunächst nicht zu, aber ich liebe sowas.

Als der Stoff Ende letzter Woche hier ankam, hätte ich am liebsten sofort mit dem Nähen losgelegt... aber ich war so unglaublich müde von der Woche, dass ich mich ausnahmsweise mal dafür entschied früh schlafen zu gehen (außerdem fand ich es auch unglaublich schade ihn anzuschneiden).

Am nächsten Morgen fing es dann an zu schneien. Beim Frühstück sprachen Herr Sonnenschein und ich über die Tagesplanung. Wir wollten nach Fahrrädern für den Sonnenschein schauen, denn das steht ganz weit oben auf ihrem Wunschzettel. 
"Hast Du etwas, was fotografiert werden muss?"... ich liebe es, dass mein Mann immer mitdenkt, aber auch, dass er sich dann so viele Gedanken macht. Er macht wirklich gerne Fotos, aber will auch immer ganz genau wissen was ich genäht habe, damit er dementsprechend die Location wählen kann. 
"Ich hab genug Stoff für Fotos", antwortete ich ".. aber noch keine Zeit gehabt sie zu vernähen" und zeigte ihm den Black Rose. In dem Moment hatten wir wohl beide den gleichen Geistesblitz und ich verschwand eilig in mein Nähzimmer.

Ein paar Stunden später...









Da ermahnt man seine Kinder tagtäglich sich warm anzuziehen, auch Mütze und Schal zu tragen und dann tanzt man selbst leicht bekleidet im Schnee.

Es war kalt, sehr kalt, aber es hat auch wirklich viel Spaß gemacht.

Black Rose ist aus der Reihe lillestoff Woman und ab Samstag ist er ganz offiziell erhältlich. 

Noch mehr RUMS findet Ihr wie gewohnt an dieser Stelle.

Montag, 26. Januar 2015

Löwenkind 2.5

Vor Deiner Geburt dachten wir, dass mit Dir noch ein Stückchen mehr Normalität in unser Leben einkehrt. Und als Du dann geboren wurdest, öffnetest Du uns die Augen und zeigtest uns wie normal unser Familienleben schon immer gewesen ist.


Heute bist Du auf den Tag genau zweieinhalb Jahre alt. Deine Schwester und Du seid eine ziemlich quirlige Mischung und ich würde im Moment abends oft gerne zur gleichen Zeit wie ihr ins Bett gehen, so sehr schafft Ihr mich. Ständig streitet Ihr Euch über Dinge, die für mich nicht immer nachvollziehbar sind. Aber Du stellst Dich auch besonders gerne an, schmeißt Dich theatralisch auf den Boden und probst einen Tobsuchtsanfall.... 486 Mal am Tag. Mindestens.
Wenn mich jemand fragen würde, ob es anstrengend sei ein Kind wie Deine Schwester zu haben, würde ich gefühlt sagen - Auf jeden Fall! Aber das Löwenkind ist tausendmal anstrengender.


Das ist nicht böse gemeint, denn ich liebe Dich trotzdem unendlich. Und das weißt Du. Gestern Abend als ich Dich ins Bett gebracht habe, hast Du das erste Mal zu mir gesagt "Mama, Dich lieb!"
Trotzdem streiten Deine Schwester und Du so oft unnachgiebig darum, wer auf welcher Seite neben mir beim Vorlesen sitzen darf, wer an welcher Seite neben mir im Bett liegen darf und auch darum wer mehr Zeit mit mir alleine zum Spielen verbringen darf.

Ich hatte immer gehofft, dass ich darum herum komme und niemals eine Prinzessin habe... nun habe ich zwei. Ja, sogar um das Prinzessinnenkostüm streitest Du mit Deiner Schwester und darum wer Anna und wer Elsa von der Eiskönigin sein darf... manchmal hilft dann mein Einwand, dass einer von Euch doch auch Olaf sein kann (Euer Papa ist übrigens grundsätzlich Sven... da seid ihr Euch ausnahmsweise mal einig).

Dein Glück ist es, dass Du Deine große Schwester hast (auch wenn Du das im Moment vielleicht die meiste Zeit des Tages nicht so siehst). Dank Deiner Schwester darfst Du einfach nur Kind sein, ohne dass wir irgendeine Erwartungshaltung an Dich haben. Du musst noch nicht trocken sein, Du musst auch noch nicht in vollständigen, grammatikalisch einwandfreien Sätzen sprechen können und Du musst auch noch nicht bis hundert zählen können. Okay... wenn Du langsam mal Deinen Schnuller abgeben würdest, das wäre toll. Aber bis es soweit ist, weckst Du uns sicherlich noch zahlreiche Nächte, weil Dein "Nuuuuulla" weg ist und wir alle suchen müssen.

Für uns ist besonders Deine sprachliche Entwicklung ein "kleines Wunder", denn gerade in diesem Bereich sind wir von Deiner Schwester ein anderes Tempo gewohnt. Ich finde es unglaublich süß, wenn Du alles fragend wiederholst, was ich sage oder aber neben mir stehst und fragst "Mama machst Du?" oder "Mama gehst Du hin?", "Mama war das?", wenn jemand angerufen hat... Aber auch Worte, die Du so abänderst, dass man sie nur erahnen kann, wie heute Nachmittag, als Du nach Be-eechen gefragt hast (damit meintest Du Gummibärchen).
Manchmal scheint mir, viele Dinge lernst Du einfach im Schlaf. Du stehst am nächsten Morgen auf und kannst sie plötzlich. Das merkt natürlich auch Deine Schwester und ich denke, das ist einer der Hauptgründe warum es im Moment so häufig zwischen Euch kracht. Du kommst ihr immer näher und auch wenn sie das "große Mädchen" ist, bist Du nicht mehr weit davon entfernt sie irgendwann einzuholen.

Im Moment ist es nicht nur unglaublich anstrengend mit Dir, sondern auch wahnsinnig spannend. Du überraschst uns jeden Tag aufs Neue, bist nicht nur ein Kuschelkind, sondern auch ein kleiner Abenteurer. Mittlerweile bist Du im Bejami Blümche Alter angelangt und hast täglich neue Flausen im Kopf... aber mutig kommst Du zu mir gerannt und sagst "ICH war das Mama!" (auch wenn Du es nicht warst... ).

Ich bin sehr gespannt auf das nächste halbe Jahr bis zu Deinem dritten Geburtstag. Aber eins ist sicher - langweilig und leise wird es nicht!

Stoff: Käfermenschen von Susalabim ab Samstag bei Lillestoff
Schnitt: Henric von ki ba doo

Sonntag, 25. Januar 2015

Mein letzter Post...

... auf der Sonea Sonnenschein Facebookseite hat für sehr viel Reaktion gesorgt. Es ging um einen sehr bewegenden und traurigen Bericht über ein Paar, das in der Schwangerschaft ihres Sohnes Luca die Diagnose Down-Syndrom bekommen hat und sich für einen Abbruch entschieden hat. Damit sind sie absolut kein Sonderfall, denn in Deutschland werden nach wie vor 92-96% aller "Fälle" abgetrieben. Diese Zahl ist erschreckend und für mich nicht ganz nachvollziehbar, wenn ich meine Tochter im Alltag erlebe, erfüllt mit Glück, Dankbarkeit und Liebe für dieses wunderbare Kind.
Auch die Reaktionen auf diesen Beitrag auf der Sonea-Sonnenschein Seite zeigten eine eindeutige Haltung und viel Empörung über den Entschluss dieses Paares ihren Sohn nicht zu bekommen.

Ich habe mir in der Vergangenheit sehr viele Gedanken zu diesem Thema gemacht. Zum Glück stand ich nie vor dieser furchtbar schweren Entscheidung.

Warum schwer?

Nun, ich denke gegen oder auch für eine Abtreibung zu sein, ist immer sehr einfach... wenn man nicht selbst in der Situation ist.
Oft werde ich gefragt wie wir entschieden hätten, wenn wir es damals vor der Geburt vom Sonnenschein erfahren hätten. Es gab einen Verdachtsmoment und dann war da dieses unbehagliche Gefühl, diese permanente Angst, dass mit dem Sonnenschein etwas nicht stimmen könnte. Eine Vorahnung.
So sehr ich überlege, ich kann diese Frage nicht beantworten. Glücklicherweise.

Allerdings weiß ich, dass in den meisten Fällen aus ärztlicher Sicht nahezu auf eine (SPÄT)Abtreibung gedrängt wird, und dass viel zu wenig Aufklärung statt findet.

Ein Leben mit Down-Syndrom unvorstellbar?

Wir sind nicht die depressiven, verzweifelten, verbitterten Eltern, die man vielleicht an dieser Stelle erwartet. Unsere Tochter hat das Down-Syndrom und durch sie haben wir in den letzten Jahren sehr viel gelernt, aber vor allem und insbesondere was Glück wirklich bedeutet. Wir sind (meistens) sehr glückliche Menschen. Der Sonnenschein hat uns die Augen geöffnet und lässt uns vieles differenzierter sehen und sie hilft uns, uns nicht mit Tunnelblick vom gesellschaftlichen Sog mitreißen zu lassen.

Aber wir haben auch leicht Reden. Schließlich haben wir zwei völlig gesunde Kinder. Ich habe in den vergangenen Jahren einige Kinder kennengelernt, die völlig gesund zur Welt gekommen sind und dann plötzlich schwer erkrankt sind oder einen Autounfall hatten... unvorhersehbar... und ich bin wirklich froh, dass mein Kind nur das Down-Syndrom hat. Sicherlich ist sie damit gesellschaftlich gesehen nicht das, was man sich zunächst wünscht. Sie wird nicht ein Abizeugnis mit einem NC von 1.0 haben, auch keinen promovierten Studienabschluss wird sie vorzeigen können. Sie wird auch nicht ihrem derzeitigen Berufswunsch nachkommen können und Ärztin werden. Vielleicht wird sie einen Führerschein machen dürfen, aber das werden wir dann sehen, wenn es soweit ist. Möglicherweise darf sie eine Aushilfstätigkeit in einem Krankenhaus oder einer Arztpraxis ausüben. Zum Glück leben wir heute nicht mehr in einer Zeit, in der der Weg zwangsläufig in eine Werkstatt führt.

Es ist schizophren... auf der einen Seite wird so viel für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen wie den Sonnenschein geschaffen und die Förder- und Therapiemöglichkeiten sind wirklich nicht schlecht. Und auf der anderen Seite wird unendlich viel dafür getan, Besonderheiten wie das Down-Syndrom völlig auszurotten.
Ein "gutes" Beispiel ist hier Dänemark (eigentlich ja durch und durch mein Lieblingsland) - dort liegt die Geburtenrate von Kindern mit Down-Syndrom bei weniger wie 10 Kindern pro JAHR. In Deutschland liegt die jährliche Geburtenrate immerhin bei 800. Die Forschung und die Pränataldiagnostik sorgen emsig dafür, dass es zunehmend weniger werden.

Man merkt es an vielen Reaktionen, an den Blicken einiger Menschen - das Down-Syndrom ist auch heute nichts, was man mit offenen Armen empfängt. Das ist für einen als Eltern oftmals bitter und damit muss man erst einmal umgehen lernen. Es gibt einfach immer noch viel zu viele Vorurteile. Viele sprechen nach wie vor von Mongoloismus... allein das zeigt schon das veraltete Bild, das in vieler Köpfe vorherrscht.

Der Sonnenschein wird sicherlich niemals Klassenbeste sein und auch nicht der Medaillenabräumer beim Sportfest. Sie wird niemals die beste, stärkste und tollste in vielen gesellschaftlich erstrebenswerten Bereichen sein, aber sie hat dennoch viele Stärken und jede Menge Empathie, die bei vielen Menschen Mangelware ist.

Sie hat diese Gabe den Menschen direkt ins Herz zu schauen, kann unglaublich stur und hartnäckig sein und eigentlich ist sie ein Mädchen wie jedes andere in ihrem Alter auch.
Sie liebt es zu malen und zu basteln, feilscht jeden Tag mit mir darum eine Folge ihrer Lieblingsserie "Doc McStuffins" zu schauen... oder noch viel lieber "Die Eiskönigin".
Kommt Euch bekannt vor, oder?
Der Sonnenschein liebt es Schwimmen zu gehen... das ist das Größte für sie.... Tanzen aber auch. "Sußigheiten" würde sie am liebsten rund um die Uhr essen, aber zum Glück liebt sie auch Nudeln, Kartoffelpürree und Würstchen. Sie erinnert mich in vielen Dingen an mich, als ich klein war und auch rein optisch lässt sich eine Verwandtschaft nicht leugnen.

Es gibt im Prinzip keinen Grund vor einem eigenen Kind mit Down-Syndrom Angst zu haben. Und trotzdem haben es viele. So sehr, dass ein Schwangerschaftsabbruch die einzige Lösung ist.
Ich verstehe das.... ein kleines Stück weit. Nach allem, was ich so in den letzten Jahren gelernt habe... über unsere Gesellschaft, die eigenen Familien, die Ärzte und vor allem die Pränataldiagnostiker... sie drängen einem ihre Meinung förmlich auf und das ist nicht unbedingt die Option auf ein spannendes Abenteuer und das Leben MIT dem Down-Syndrom.

Und genau aus diesem Grund gibt es diesen Blog - eine kleine Stimme gegen unsere laute Gesellschaft. Eine Stimme, die sich immer wieder FÜR das Down-Syndrom aussprechen würde.

Wir hatten damals keine Wahl. Und ich bin sehr froh darum, dass uns diese Entscheidung genommen wurde. Nicht, dass ich mich , dass wir uns sonst gegen den Sonnenschein entschieden hätten. Diese Frage werde ich niemals beantworten können, da ich eben niemals in der Situation war.

Wir führen heute ein relativ normales Leben MIT Besonderheit. Der Sonnenschein kann unglaublich anstrengend sein, aber das kann ihr Bruder auch, sehr sogar.

Mein Frauenarzt hat mich bei meiner letzten Vorsorgeuntersuchung gefragt "Nur aus Interesse, wie würden Sie sich entscheiden, wenn sie ein drittes Kind bekommen würden?" ich habe geantwortet "Ich würde auf alle zusätzlichen Untersuchungen verzichten, aber auch nicht das Geschlecht wissen wollen"... auch das ist leicht dahin gesagt, denn ich bekomme kein drittes Kind.

Der Post und die vielen Reaktionen auf der Facebookseite haben mich dazu inspiriert eine neue Rubrik für den Blog zu schaffen. Eigentlich hatte ich diese Idee schon ziemlich lange.


Hier möchte ich unsere Leser und andere Mitblogger zu Wort kommen lassen über Ihre Erfahrungen mit dem Down-Syndrom und / oder anderen Besonderheiten zu berichten.

Seid Ihr selbst betroffen? Kennt Ihr jemanden oder lebt Ihr mit jemanden zusammen, der das Down-Syndrom oder ein anderes Extra hat? Seid Ihr Geschwister, Tanten, Großeltern oder Freunde?
Hattet Ihr einschneidende Erlebnisse bei der Pränataldiagnostik? Sollte Euer Kind eigentlich ein anderes sein und man hat Euch zu einer Abtreibung geraten? Wie habt Ihr Euch entschieden? Und wie waren die Reaktionen darauf?

Schreibt mir von Euren Erfahrungen, seid Teil dieser neuen Rubrik. Ich freue mich sehr von Euch zu lesen!

Donnerstag, 22. Januar 2015

My Cuddle me

Es gibt Stoffe, zu denen fallen einem unwillkürlich eine ganze Reihe Kleidungsstücke ein, so vielseitig und wandelbar sind sie.
Aus dem wunderschönen Leafly hatte ich mir im letzten Jahr bereits ein Kleid genäht.
Dieses Jahr habe ich mir einen frühlingshaften Cardigan nach dem neusten Schnitt von schaumzucker genäht.

My cuddle me heißt er...




 ... und könnte hier in nächster Zeit häufiger zum Einsatz kommen, denn er hat eine wirklich tolle Passform.
Die Posen hat mir meine kleine Shooting-Expertin vorgegeben... aber so gut wie der Sonnenschein werde ich das niemals können.

Den Stoff und das passende mintfarbene Bündchen gibt es bei Lillestoff und den Cardigan-Schnitt bekommt Ihr hier.

Noch mehr Cuddle Mes und andere Schönigkeiten findet Ihr wie jeden Donnerstag bei RUMS.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Veränderungen noch und nöcher

Dass der Sonnenschein im letzten Jahr ganz schön gewachsen ist, vor allem innerlich, ist mir auch wieder mal bewusst geworden als Lila Lotta unseren Blog in ihrem Adventskalender vorgestellt hat und die "Über mich" Seite zitiert hat. Der Text bedurfte einer drigenden Generalüberholung. Inzwischen ist er angepasst (von den Bildern dazu konnte ich mich aber noch nicht trennen) und auch der Blogheader bräuchte eigentlich mal ein aktuelles Bild vom Sonnenschein. So keck mit Zöpfchen sieht sie zwar total süß aus, aber inzwischen ist sie zwei Jahre älter als auf dem Bild und mag es überhaupt nicht, wenn man ihr Zöpfe macht.

Ebenso muss die Kleidung, die ich ihr nähe, immer schlichter und weniger bunt sein. Die neue Lou, die ich hier genäht habe...


... ist ganz nach ihrem Geschmack. Da konnte sie gar nicht mit dem Anziehen warten.

Der Sweat und der Pünktchenstoff sind beide von Lillestoff und auch der Floral Hearts ist ein Lillestoff...


... den zeige ich Euch aber in einem der nächsten Posts noch ganz ausführlich.